Mythen und Erzählungen sind tief in der Geschichte der Menschheit verwurzelt, sie bergen den Schatz der Weisheit des Lebens und berichten von Glück und Trauer, Leben und Tod, Drama und Liebe. Unsere eigene Wirklichkeit können wir in ihnen spiegeln und so erkennen, dass wir mit unserem Schicksal nicht alleine sind. Auch KomponistInnen bedienen sich gerne dieses Schatzes und haben Tondichtungen geschaffen, in denen die Musik mit ihrer eigenen Sprache den Mythen und Erzählungen einen besonderen Ausdruck verleihen kann. Davon erzählt unser nächstes Konzert am
11. April 2026 um 18:00 Uhr im Konzerthaus des NDR

Henry Purcell hat mit Dido und Aeneas das klassische Epos von Virgil vertont, in dem Liebe und staatstragende Verantwortung miteinander ringen und die Liebe verliert.

Felix Mendelssohn erzählt in seiner Hebriden-Ouvertüre von einer mystischen, meerumtosten Höhle auf der schottischen Insel Staffa, in der der sagenumwobene König Fingal, Held des irischen Finn-Epos, haust und von dort seine überirdischen heilenden Kräfte aussendet.

Maurice Ravel beschreibt mit der Pavane pour une infante défunte einen an die Renaissance erinnernden Trauerschreittanz für eine verstorbene Prinzessin.

Antonin Dvorak vertont das tschechische Märchen Die Mittagshexe. Die Drohung einer am Quengeln ihres Kindes verzweifelnden Mutter, die Mittagshexe zur Strafe zu rufen, schlägt in bittere Realität um, die das Kind nicht überlebt.

Edvard Grieg schließlich greift mit Peer Gynt in 2 Suiten das Bühnenstück von Henrik Ibsen auf, das einen großmäuligen Scheinhelden beschreibt, der in die Welt auszieht, um zu scheitern und am Ende in den Armen seiner lebenslang wartenden Liebsten zu landen.
Dieses Konzert „Mythos und Dichtung“ gibt großen Gefühlen einen wunderbaren Raum.
Am 11. April 2026 um 18:00 Uhr im Konzerthaus des NDR Hannover, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer.

