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Hannover

Montag, 31. März 2008

Mit leichter Hand

Agata Szymczewska in der Markuskirche

Für gewöhnlich wird die hannoversche Markuskirche eher von Kirchenliedern und andächtiger Stille erfüllt, doch sorgte der Auftritt von Agata Szymczewska dafür, dass tosender Beifall und Fußgetrampel den Raum zum Beben brachte, sogar begeistertes Pfeifen war zu hören.

Die 23-jährige Polin, die als Gewinnerin des Gundlach Musikpreises zwei Jahre von Krysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover Unterricht wurde, begeisterte als Sologeigerin mit Unterstützung der Hannoverschen Orchestervereinigung (Leitung: Heinz Bethmann) die ausverkaufte Markuskirche. Und das nicht nur, weil sie die technischen Schwierigkeiten von Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur, op. 61 leichthändig meisterte. Vor allem mit ihrem Gespür für die Musik, für feinsinnige, fast kammermusikalisch wirkende Zusammenhänge überzeugte die zierliche junge Frau ihr Publikum. Erst nach zwei Zugaben durfte sie die Bühne verlassen.

Anschließend brillierte die Orchestervereinigung mit der hannoverschen Erstaufführung von Richard Strauss' Sinfonie Nr. 2 f-Moll, op. 12. Das Stück, das Strauss als 19-Jähriger schrieb, enthält viele Anklänge an Zeitgenossen, zeugt aber auch von Originalität und einer virtuosen Beherrschung dieser Form. Auch hier: viel Applaus.

Regine Pagel (HAZ)


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   Stand 03. 02. 2011