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Montag, 27. November 2006
Russisches Allerlei
Die Hannoversche Orchestervereinigung in der Markuskirche
Seit Jahren zeigt sich die Hannoversche Orchestervereinigung ausgesprochen reisefreudig, wenn es um die Zusammenstellung ihrer Konzertprogramme geht. In der hannoverschen Markuskirche ging's nun nach Russland. Dirigent Heinz Bethmann hatte für seinen hochmotivierten Klangkörper einen bunt gemischten Klangstrauß aus "Russischen Favoriten" zusammengestellt. Nach der Eröffnungsszene aus Tschaikowskys "Schwanensee" zeigte sich aber spätestens in Mussorgskis "Nacht auf dem kahlen Berge", dass Russland klanglich nicht so leicht zu bereisen ist wie der Mittelmeerraum.
Natürlich wurde auch die russische Oper nicht vergessen, wobei Henning Thorwalds Bariton für den Jeletzky aus Tschaikowskys "Pique Dame" noch zu raustimmig klang. Dörte Blase zeigte mit Rachmaninows "Vokalise" wie man eine Sopranstimme bruchlos durch die Register gleiten lässt, während ihre Schwester Heidrun mit Tschaikowskys "Jeanne d'Arc" eine Lanze für ein leider viel zu selten gespieltes Werk brach.
Höhepunkt des Abends war aber der Auftritt der Gewinnerin des Posener Wieniawski-Wettbewerbs, Agata Szymczewska. Die 21-jährige Geigerin zauberte in Rimsky-Korsakows "Fantasie über ein russisches Thema für Violine und Orchester" brillant die slawischen Klangfarben hervor, die man zuvor an diesem Abend vermisst hatte.
Stefan Mauß (HAZ)
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