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Hannover

Dienstag, 23. März 2004

Bethmann-Beethoven zum Geburtstag

HANNOVER. Beethoven zum Geburtstag: Seit 130 Jahren mischt sie auf den hiesigen Konzertpodien mit: die "Hannoversche Orchestervereinigung von 1874". Und seit 34 Jahren unter der Leitung ihres Chefs Heinz Bethmann. Mehr als 150 Konzerte hat er schon mit der Vereinigung bestritten, nun auch das Jubiläumskonzert zum Jahrestag.

Immerhin, den Großen Sendesaal am Maschsee haben sie trotz widrigsten Wetters gefüllt. Man muss schon genau hinhören, will man die etwa 70 Hobby-Musiker von Profis unterscheiden. So punktgenau kommt das gezupfte Eroica-Thema in Beethovens Dritter. Und wie das vereinigte Orchester dann den Dschungel der Mehrstimmigkeit durchforstete, klingt schon beachtlich. Im ersten Satz kam man indessen leicht außer Atem. Bethmann ließ wenig Spielraum für Spannungen. Aber dafür geriet der Trauermarsch danach so richtig warm und erdenschwer.

Begonnen hatte es mit Wagners Meistersinger-Vorspiel. Da brauchten Dirigent und Orchester etwas Zeit, bis man zu einem gemeinsamen Ablauf fand. Die Blechdominanz machte den Streichern hörbar Schwierigkeit ten. Anders bei Griegs Klavierkonzert mit Jan Gottlieb Jirasek. Der junge hannoversche Pianist zog erst einmal rhythmische Korsettstangen ein. Etwas pathetisch, aber gut für sicheres Zusammenspiel. Mehr Lyrik konnte er sich im langsamen Satz leisten. Volkstümlich der Schluss: locker und spritzig, rasant in den virtuosen Kurven. G. H. (NP)


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   Stand 03. 02. 2011