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Hannover |
Montag, 11. Oktober 2011
Silbriger Ton
Pianist Hinrich Alpers brilliert in Hannover
Dem aus Hannover stammenden Pianisten Hinrich Alpers eilt der Ruf voraus, einer der bemerkenswertesten Künstler seiner Generation zu sein.
Belegt wird dieser Eindruck unter anderem dadurch, dass der 1981 geborene Musiker 2009 den internationalenTelekomBeethovenWettbewerb Bonn gewonnen hat.
Dass er sich vor bereits wesentlich bekannteren Pianisten wie Martin Helmchen oder Pierre-Laurent Aimard nicht zu verstecken braucht,
zeigte er jetzt bei einem eindrucksvollen Auftritt im Großen Sendesaal des NDR. Beim alljährlichen Konzert der Hannoverschen
Orchestervereinigung im Landesfunkhaus beeindruckte er mit Dvoráks Klavierkonzert in g-Moll. Schon im ersten Satz überraschte Alpers
mit Passagen von fast impressionistischer Schönheit, so klar, so farbenreich, so voller Nuancen gestaltete er Dvoráks romantisch-schwelgerische Musik.
Mit zartem, silbrigem Ton spielte er das Thema des 2. Satzes, mit brillantem Furor raste er durch das Finale.
Es spricht ebenso für die Qualität des Solisten wie der von Martin Lill geführten Orchestervereinigung, dass beide in diesem Werk,
in dem Solopart und Orchester stärker als sonst ineinander verwoben sind, so gut harmonierten.
Schon zu Beginn des Konzerts hatte die Orchestervereinigung, ein Laienorchester auf hohem Spielniveau, mit ihrem vollen, gut austarierten Orchesterklang
bei einem Walzer aus Aram Chatschaturjans Maskerade-Suite überrascht.
Im klassischen Musikbetrieb gehört es sich nicht, zwischen einzelnen Sätzen zu klatschen. Als das mehrmals der Fall war, war der Unmut darüber spürbar.
Man kann den Zwischenapplaus jedoch als Kompliment dafür sehen, wie dieses Konzert bei vielen Zuhörern ankam.
Jutta Rinas (HAZ)
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