Zurück Startseite Die Hannoversche Orchestervereinigung in der Presse    


Laatzen

Montag, 10. März 2003

Hannoversche Orchestervereinigung brilliert vor 130 Zuhörern in der Immanuelkirche

Paukendonner und Streicherfortissimo

Das war Maßarbeit: Just als Dirigent Heinz Bethmann von der Hannoverschen Orchestervereinigung mit seinem Taktstock den letzten Klang anzeigt und der Nachhall des Tons soeben in der Immanuelkirche verklingt, schlägt die Turmuhr. Wie zum Beweis, dass sich die Prophezeiung der Kantorin Cornelia Jiracek nicht bewahrheitet hat. Sie hatte zu Konzertbeginn versichert, der Vortrag der Sinfonie Nr. 5 in e-Moll, opus 64 von Peter Iljitsch Tschaikowsky habe einen Klang, „da fliegt glatt das Dach weg. Doch die Kantorin hatte am Sonnabendabend nur unwesentlich übertrieben. Der Vortrag der Orchestervereinigung hat es in sich: Das Spiel der Streicher ist so kraftvoll, dass der Zuhörer fast meint, den Klang im Kirchenraum mit den Händen greifen zu können. Die Pauke steigert sich zu einem Donnerwirbel, und die Bläser treiben das Spiel zu einem fulminanten Finale. Aber auch die leisen Töne liegen der Orchestervereinigung, wie sie nicht nur in den ruhigeren Passagen der Sinfonie von Tschaikowsky beweist. Weich schmeicheln die Streicher auch bei Edvard Griegs „Herzwunden" und „Letzter Frühling", die wie Joseph Haydns Konzert für Violincello und Orchester in D-Dur, opus 101, zuvor den Abend eingeleitet haben. Die 70 Musiker bereiten den Zuhörern ein eindrucksvolles Konzerterlebnis - und ernten entsprechenden Applaus. Dass in der Kirche einige Bänke frei blieben, dürfte indes nicht an der ernsten, sondern viel mehr an kaum ernst zu nehmender Musik gelegen haben: Im Fernsehen lief zeitgleich das Finale Bohlen'scher Nachwuchssänger-Suche. Umso mehr freute sich Jiracek über die etwa 130 Gäste, die klassischen Tönen den Vorzug gaben. „Und ich denke, dass wir Ihnen heute hier ganz viele Superstars zeigen können", sagte sie an das Publikum gewandt. Die nächste Gelegenheit, die Hannoversehe Orchestervereinigung zu hören, bietet sich übrigens am Sonntag, 16. März. Dann treten die Musiker mit leicht geändertem Programm von 17 Uhr an im Großen Sendesaal des NDR in Hannover auf. st  (Laatzener Leinebote)


Willkommen    Wir über uns    Konzerte    Rückblick    Chronik    Solisten    Sponsoren    Veranstalter    Dokumente    Presse    Proben    Dirigent    Links

© Hannoversche Orchestervereinigung
   Stand 03. 02. 2011