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Die Hannoversche Orchestervereinigung blickt heute auf mehr als 135 Jahre Musikgeschichte zurück und repräsentiert eines der traditionsreichsten Musikensembles im norddeutschen Raum.
 
1874 - 1893 Die Anfangszeit Carl Major
1893 - 1911 Hannoverscher Instrumentalverein Bruno Hilpert
1893 - 1911 Kameradschaftlicher Orchesterverein Friedrich Rammelt
1911 - 1921 Hannoversche Orchestervereinigung Friedrich Rammelt
1921 - 1823 Zwischen den Kriegen Otto Sondermann
1923 - 1939 Die Zeit vor dem 2. Weltkrieg Emil Taegener
1946 - 1969 Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg Lutz Wilhelm
1970 - 2010 Die heutige Zeit Heinz Bethmann


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Die Anfangszeit
1874 treffen sich zum ersten Mal einige Dilettanten zum Musizieren unter der Leitung des Chordirigenten und Pianisten Carl Major.
1882 Gründung eines Orchesters Hannoverscher Instrumentalverein mit 9 Mitspielern: drei 1. Violinen, zwei 2. Violinen, zwei Bratschen, ein Cello, ein Bass. Es finden wöchentliche Proben statt.
1884 12. März: zweites Konzert unter Carl Major mit 18 Mitspielern: 7 Violinen, 2 Bratschen, 3 Celli, 1 Bass, 1 Flöte, 1 Fagott, 1 Horn, 1 Pauke, 1 Triangel.
1893 1. Januar: 1. Konzert des Kameradschaftlichen Orchestervereins, der sich aus Schülern der höheren Lehranstalten zusammensetzt. Dirigent: verschiedene Primaner. Ein bis zwei Konzerte pro Jahr bis 1906.
25. Januar: 41. Konzert des Hannoverschen Instrumentalvereins. Veranstaltet wird das Konzert vom Hannoverschen Künstlerverein, dem heutigen Kunstverein Hannover. Das Orchester zählt 41. Mitspieler.
16. Juli: Konzertreise des Hannoverschen Instrumentalvereins mit Carl Major nach Göttiingen.

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Hannoverscher Instrumentalverein
1897 Nach 48 Konzerten legt Carl Major sein Amt als Dirigent des Hannoverschen Instrumentalvereins nieder. Neuer Dirigent wird Musikdirektor Bruno Hilpert.
1898 6. Februar: Konzert mit Joseph Joachim und dem Hannoverschen Männergesangsverein in der Marktkirche.
Konzert mit dem Männergesangsverein - Frithjofsage von Max Bruch. Max Bruch dirigiert sein Werk.
1900 Dirigent: Wilhelm Meyer-Stolzenau 1. Konzert: Sinfonie von Mozart und eigene Werke des Dirigenten.

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Kameradschaftlicher Orchesterverein
1899 20. März: 14. Konzert. Als Solist der Abiturient Wilhelm Garvens, der spätere Vater von Hans Garvens, der in den 1950-er Jahren Konzertmeister an der Oper und am Funk in Hannover war.   Fotos
1906 Gründung des Kameradschaftlichen Musikvereins, einer Verschmelzung des Kameradschaftlichen Orchestervereins und des seit einiger Zeit bestehenden Musikvereins unter der Leitung des Königlichen Kammermusikers Friedrich Rammelt, Solobratscher am Opernhaus, der eigens zur Gründung des Vereins einen Triumph-Fest-Marsch schrieb. Am 8. April 1908 fand das erste Konzert statt, das zweite am 4. Dezember.

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Hannoversche Orchestervereinigung
1911 Gründung der Hannoverschen Orchestervereinigung unter Zusammenführung des Musikvereins zu Hannover und des Hannoverschen Instrumentalvereins unter der Leitung von Friedrich Rammelt und unter dem Protektorat von Herrn und Frau Stadtdirektor Tramm. 13. März erstes Konzert - 5 weitere Konzerte folgen bis 1914.
1914 bis 1916 fünf Wohltätigkeitskonzerte für die Soldaten auf dem Felde und die Hinterbliebenen der Gefallenen.
1920 am 18. Februar findet das 1. Konzert nach dem Krieg gemeinsam mit der Dilettantenbühne "Gauklerbande" als Familienabend mit anschließendem Ball statt. Die Schauspieler der "Gauklerbande" sind Kollegen von Friedrich Rammelt aus dem Opernhausorchester, Mitglieder der HOV, deren Ehefrauen und Rammelt selber.

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Zwischen den Kriegen
1921 Friedrich Rammelt verlässt die HOV, da er einen Ruf als Dirigent des Münchner Orchestervereins annimmt. Neuer Dirigent wird Otto Sondermann, der bis 1923 sechs Konzerte dirigiert. Seine Arbeit wird als zu "großzügig" bezeichnet.

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Die Zeit vor dem 2. Weltkrieg
1923 Neuer Dirigent wird Emil Taegener.
1924 25. April erstes Konzert mit Emil Taegener zum 50-jährigen Jubiläum der HOV.   Programm   Stiftungsfest 1928   Collage 1930
1934 wird der Fabrikant Joachim Frucht, der die Oboe blies, Vorsitzender der HOV. Sein Sohn gleichen Namens ist heute Konzertmeister der HOV.
1939 21. April: letztes Konzert der HOV mit Emil Taegener vor dem 2. Weltkrieg.

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Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg
1946 probt die HOV wieder mit ihrem neuen Dirigenten Lutz Wilhelm, Konzertmeister am Opernhaus. Am 2. Dezember findet das erste Konzert nach dem Krieg gemeinsam mit dem Club junger Menschen mit dem Thema "Musik und Dichtung deutscher Klassik" statt.
1949 4. November: Konzert zum 75-jährigen Bestehen der Hannoverschen Orchestervereinigung.   Kritik
1952 16. November: Konzert mit dem Konzertmeister Hans Garvens.   Kritik
1954 25. April: Festkonzert zum 80-jährigen Bestehen der Hannoverschen Orchestervereinigung.   Festschrift   Programm   Kritik
1964 8. November: Konzert zum 90-jährigen Jubiläum der HOV mit einem Johann-Strauß-Abend, an dem Lutz Wilhelm selber zur Geige greift. Die HOV spielt erstmalig im Landesfunkhaus Niedersachsen.   Festschrift   Kritik
1969 Am 1. Dezember stirbt Lutz Wilhelm.   Nachruf

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Die heutige Zeit
1970 Heinz Bethmann, Kontrabassist an der Staatsoper Hannover, wird Dirigent der Hannoverschen Orchestervereinigung. Am 10. Mai findet das erste Konzert unter H. Bethmann statt.   Kritik
1974 19. März: Festkonzert zum 100-jährigen Jubiläum im Galeriegebäude in Hannover-Herrenhausen.   Festschrift
24. März: Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plakette durch den Bundesminister Hans-Dietrich Genscher.   Ansprache
1984 24. Juni: Festkonzert zum 110-jährigen Jubiläum in der Aula des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums.   Festschrift
1994 Vom 11. bis 14. Juni fährt das Orchester mit seinem Jubiläumsprogramm auf eine Konzertreise nach Polen. Solist des Violinkonzertes von L. v. Beethoven ist der 12-jährige Geiger Andriej Bielow.   Presse
1. Juli: Festkonzert zum 120-jährigen Jubiläum im Großen Sendesaal des NDR, Landesfunkhaus Niedersachsen.   Festschrift
1998 10. Oktober: Benefiz-Konzert für die "Aktion Weihnachtshilfe" der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung als Nostalgiekonzert mit einem Programm, das genau vor 100 Jahren gespielt wurde.   Bilder   Kritik
1999 6. März: Festkonzert zum 125-jährigen Jubiläum im Großen Sendesaal des NDR, Landesfunkhaus Niedersachsen zusammen mit dem Chor der Leibnizschule Hannover, die ebenfalls ihr 125-jähriges Jubiläum feiert.   Festschrift
2004 25. September: Festkonzert zum 130-jährigen Jubiläum in der Markuskirche Hannover.
2006 Im Mozartjahr unternimmt die HOV eine Konzertreise nach Cabezón de la Sal (nahe bei Santander in Nordspanien) und führt mit dem Chor "Coral Voces Cantabras" das Requiem von Mozart in verschiedenen Kirchen in der Region auf. Reisebericht.
2010 Im Frühjahr feiert der Richard-Wagner-Verband Hannover zusammen mit der Hannoverschen Orchestervereinigung sein 100-jähriges Bestehen.
2010 Nach mehr als 40 Jahren übergibt Heinz Bethmann die sowohl personell als auch finanziell excellent aufgestellte Hannoversche Orchestervereinigung seinem Nachfolger Martin Lill. In dem Abschiedskonzert kommen Werke aus fast allen Epochen der Musikgeschicht zur Aufführung. NDR-Interview

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   Stand 03. 02. 2011